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    Tel: +43/7252/52053-10

    Dominik Barta
    2 Rezensionen



    Zu schnell, zu kurz 24. Februar 2020
    In einem hohen Tempo und einer Vielzahl von Bildfolgen wird hier eine gegenwärtige Geschichte vom Land erzählt . Leider werden wesentliche Themen des Lebens, wie zum Beispiel fehlende Liebe, Ausländerhass, Sexualtrieb und Homosexualität nur angerissen, wodurch es an mehr Tiefe und Substanz mangelt. Viele aktuelle Bücher haben zahllose Seiten zu viel, diesem Roman hingegen fehlen einige.
    Ein brilliantes Buch... 17. Februar 2020
    Dominik Barta legt einen unheimlich spannenden Heimatroman vor - quasi eine Milieustudie über den Niedergang kleinbäuerlicher Kultur. Dabei bleibt keiner seiner Protagonisten verschont: Menschliche Vorurteile und Abgründe werden offengelegt. Der Autor zeichnet ein Sittenbild der Kleinbürgerlichkeit auf patriarchalischem Boden.
    Geschickt setzt Barta seinem Roman, der in einem oberösterreichischem Dorf im Heute angesiedelt ist, das Migrationsthema auf und vermittelt uns durch die Haltung seiner Romanfiguren unterschiedliche Lösungswege, mit dem Phänomen umzugehen. Dabei werden die Menschen greifbar in ihrer existenzieller Not - der Rechtsradikale und Islamophobe, der Humanist und ökonomisch Orientierte wie auch die Menschen anderer Kultur, die nach ihrer Flucht in Österreich unterkommen, aber noch lange nicht beheimatet und sicher sind.
    Brilliant ist Barta in der Darstellung dieser Tragik und manchmal entwickelt es sich zur tragischen Komik, wenn beispielsweise die Weiterführung des Hofes durch die Mithilfe und Unterstützung eines arbeitswilligen jungen Muslimen gesichert werden kann.
    Schön finde ich auch die Metapher der Bubenfreundschaft als positive Zukunftsperspektive für ein interkulturelles Miteinander, welches ohne Vorurteile und Fremdenangst auskommt.
    Barta versteht es, menschliche Schicksale und Abgründe darzustellen, Familientragödien und gesellschaftlichen Kleingeist offenzulegen in einer Gesellschaft, die am liebsten alles zudecken und daran zugrunde gehen möchte. Und er schreibt mit der dafür notwendigen menschlichen Wärme und dem notwendigen Respekt. Ein wahrhaft mitreißendes Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.