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    Der Lärm der Zeit
    Roman

    von Julian Barnes

    Übersetzt von Gertraude Krueger
    Hardcover
    256 Seiten; 192 mm x 120 mm
    2017 Kiepenheuer & Witsch
    ISBN 978-3-462-04888-9

    20.60 EUR (inkl. USt.) 
    Sofort verfügbar oder abholbereit


    Besprechung
    "Ein großartiger Roman, Barnes' Meisterstück. Wie in 'Vom Ende einer Geschichte' erzählt er ein ganzes Leben in einem schmalen Buch." The Guardian

    Langtext
    Im Mai 1937 wartet ein Mann jede Nacht neben dem Fahrstuhl seiner Leningrader Wohnung darauf, dass Stalins Schergen kommen und ihn abholen. Der Mann ist der Komponist Schostakowitsch, und er wartet am Lift, um seiner Familie den Anblick seiner Verhaftung zu ersparen.
    Die Gunst der Mächtigen zu erlangen, hat zwei Seiten: Stalin, der sich plötzlich für seine Musik zu interessieren scheint, verlässt noch in der Pause die Aufführung seiner Oper "Lady Macbeth von Mzensk". Fortan ist Schostakowitsch ein zum Abschuss freigegebener Mann. Durch Glück entgeht er der Säuberung, doch was bedeutet es für einen Künstler, keine Entscheidung frei treffen zu können? In welchem Verhältnis stehen Kunst und Unterdrückung, Diktatur und Kreativität zueinander, und ist es verwerflich, wenn man sich der Macht beugt, um künstlerisch arbeiten zu können?
    In diesem Roman von Julian Barnes wird das von Repressionen geprägte Leben von Schostakowitsch in meisterhafter Knappheit dargestellt - ein großartiger Künstlerroman, der die Frage der Integrität stellt und traurige Aktualität genießt.


    Schlagworte